Paprika aus dem eigenen Garten

Paprika ( Capsicum annuum ) selbst anzubauen ist längst nicht so verbreitet wie bei Gurken oder Tomaten. Doch die Paprika wird zu Unrecht hintenangesetzt. Das weit verbreitete Urteil, dass er besonders kompliziert sei, liegt sicher daran, dass er kälteempfindlich ist und daher in Mitteleuropa so seine Schwierigkeiten im Frühling hat.

Vorziehen der Pflanzen

Doch man kann diesem Problem ein Schnippchen schlagen, indem man die Pflanzen an einem warmen Ort vorzieht. Ins Freie sollten die Paprika erst, wenn es Mitte - Ende Mai ist und nicht nur die Frostperiode endgültig vorbei ist, sondern auch die Nächte etwas wärmer geworden sind. Um die Pflanzen an die Temperaturen im Garten zu gewöhnen, kann man die Töpfe zunächst am Tag nach draußen stellen und über Nacht noch einmal herein holen.

Der Boden für Paprika

Verwenden Sie ausschließlich humusreichen Boden; am besten etwas Kompost ins Pflanzloch dazu geben. Damit ist zunächst die Düngergabe erledigt und für die erste Wachstumsphase braucht nicht nachgedüngt zu werden. Später, wenn die ersten Früchte ausgebildet werden, bekommt die Paprika idealerweise noch ein-bis zwei Düngergaben. Der richtige Pflanzabstand für Paprika beträgt rund einen halben Meter – die Pflanzen vertragen sich gut mit Gurken- oder Tomatenstauden.

Die erste Blüte muss weg

Etwas ungewöhnlich, aber für Paprika ist wichtig, dass die erste Blüte herausgebrochen wird. Diese bezeichnen die Gärtner auch als Königsblüte; sie zieht die Kraft der Pflanze an sich. Deshalb bringt diese dann nur eine Frucht hervor.

Viel Durst

Die Paprikastaude benötigt viel Wasser. Doch man sollte darauf achten, dass sich keine Staunässe bildet. Ideal ist es, wenn mehrmals am Tag in kleinen Mengen gegossen wird. Außerdem zu beachten: die Pflanze muss mit Stäben gestützt werden.

Die Ernte

Die Ernte kann vom Spätsommer bis zum Herbst erfolgen. Die Färbung der Schoten – je nach Sorte grün, gelb oder rot – erfolgt durch Sonneneinstrahlung. Scheint die Sonne wenig, dauert die Reife etwas länger. Will man die Schote abschneiden, benutzt man dafür ein scharfes Messer, damit die Pflanze nicht verletzt wird.

Vorsicht mit Gartenschädlingen

Spinnmilben und Mehltau sind für die Paprika die ärgsten Feinde. Die Spinnmilben kann man bekämpfen, indem die Pflanze mit destilliertem Wasser einsprüht wird. Bei Mehltau hilft nur die sofortige Entsorgung. Sonst stecken sich die anderen Pflanzen damit an.

Ähnliche Berichte

Bericht ansehen
Viele Wege führen... zur Bodenverbesserung
Bericht ansehen
Leberblümchen
Bericht ansehen
Das Blumenbeet: ein Blütenmeer im Garten anlegen
Baumschule Schumann verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis
zu bieten. Wenn Sie weitersurfen, akzeptieren Sie unsere Cookie-Richtlinien.

Richtlinien
Akzeptiert